Dienstag, 4. September 2012

Privatsphäre


Privatsphäre im Internet.
Vor unserem letzten Post hatten Anne und ich einen längeren Chat über dieses Thema. Auf der einen Seite war es uns zu privat, was wir da öffentlich und für jeden sichtbar ins Internet stellen bzw. gestellt haben, auf der anderen Seite waren wir uns einer Meinung, dass es die Nähe zu den Lesern, weil die Situation sozusagen „aus dem Leben“ ist herstellt. Es ist immer so eine Sache. Was ins Internet kommt ist da erst mal so schnell nicht raus und aus einem ironischen Post, kann schnell ein Diss werden und aus Rumgeschwärme machen viele gleich eine Beziehung. Bei Privatsphäre geht es nicht nur darum, was man reinstellt, sondern auch um das, was bereits reingestellt worden ist und wie damit umgegangen wird. Ich denke genau deswegen, sollte jeder bevor er irgendetwas, sei es Beziehungsstatus, ein Video, ein Foto oder ein stinknormaler Post veröffentlich vorher nachdenken, wie es die anderen aufnehmen und was man damit also für eine Verantwortung trägt. Verantwortung klingt jetzt gleich wieder so viel, so hoch gegriffen, aber im Prinzip fängt es damit an. Jeder sollte sich bewusst sein, dass auch das Internet, vor allem heute, eine großen Einfluss auf unser Bild von anderen Menschen hat.
Meine Meinung, sollte man nicht zu viel von sich preisgeben (keinen interessiert es unbedingt, dass ihr heute richtig geil Party gemacht habt und ein Mädchen geküsst habt!), aber auch nicht nichts von sich zeigen sollte. Bei Zweiterem kommt man dann, denke ich, sehr abweisend und eher langweilig rüber, außerdem ist es dann eher sinnfrei an sozialen Netzwerken oder ähnlichem teilzunehmen.
Ich will damit nicht sagen, dass jeder der jetzt eher mehr über sich drin stehen hat, alles rausnehmen soll oder dass der, der eher kaum was von sich erzählt viel reinstellen soll. Am Ende ist es jedem seine Entscheidung, man sollte sich bloß dieser bewusst sein.

Ⓒ Franziska

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